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Kapitel 1 – Der Unfall

Wie hatte das nur passieren können?

Ich hatte das Auto nicht einmal kommen sehen – bis es mit voller Geschwindigkeit mit mir zusammen prallte und mich vom Fahrrad rammte. Mir tat nichts weh – und das war seltsam. Ich hatte das Splittern von Metall und Knochen nämlich ganz deutlich gehört, bevor ich auf dem Asphalt aufschlug. Ich stand auf; benommen, zittrig. Es fühlte sich an, als watete ich durch dickflüssigen Sirup, der an meinen Beinen saugte und mich daran zu hindern versuchte, mich fort zu bewegen.

Mein Blick wanderte nach unten - und ich schrie, doch mein Schrei ging in den hysterischen Rufen des Unglücksfahrers und dem Heulen von Sirenen unter. Krankenwagen rasten um die Ecke. Ich wollte mich gerade wundern, dass es ziemlich schnell gegangen war, doch dann fiel mir ein, dass sich ja keine zweihundert Meter weiter ein Krankenhaus befand.

Nun – das konnte mir jetzt auch egal sein. Fassungslos starrte ich auf das deformierte Ding, welches mir da zu Füßen lag, pathetisch verkrümmt, mitleiderregend verrenkt. Ich war vage erstaunt darüber, wie Fremd mir dieses Ding jetzt schon erschien – immerhin hatte ich es siebzehn Jahre lang bewohnt.

Zu meinen Füßen lag, eingekeilt zwischen den verbeulten Überresten des Fahrrads, mein Körper. Mit der Teilnahmslosigkeit einer unter Schock stehenden beobachtete ich, wie Sanitäter herbeieilten und meine Leiche – der Gedanke hatte etwas sehr seltsames – auf den Rücken drehten. Dann traten sie zurück, und uniformierte Polizisten traten an ihre Stelle, während der Unglücksfahrer weinend gegen den Kotflügel seines Autos sank.

Ja, heul' du nur!, dachte ich wütend, immerhin hast du mich auf dem Gewissen!

Seltsamerweise störte diese Tatsache – die Tatsache, dass ich tot war – mich mit jeder Sekunde weniger. Dann tippte jemand gegen meine Schulter.

LILIAN MARIE ALDAVAN?

Der Klang der Stimme ließ mich zögern, bevor ich mich langsam um wandte und den Sprecher ansah.

Nein... Nicht wirklich, oder?“, stieß ich hervor. Ich wusste nicht so recht, ob ich lachen oder weinen sollte. Vor mir stand ein Skelett, annähernd zwei Meter groß, in einen schwarzen Kapuzenumhang gehüllt, in der einen Hand ein Stundenglas und in der anderen eine Sense haltend. Gevatter Tod persönlich. „Ich dachte, du wärst nur ein Märchen?“, fragte ich skeptisch. Das Skelett zuckte mit den Schultern; unter dem Umhang klapperte es leise.

MÄRCHEN WIRKEN FÜR JEDEN ANDERS... WENN DU MIR NUN BITTE FOLGEN WÜRDEST? Die Stimme des Todes war eigenartig – ich hörte sie nicht durch meine Ohren (die ich ja ohnehin nicht mehr besaß, sondern direkt in meinem Geist – dröhnend und ihn Faser für Faser ausfüllend. Ich fühlte mich ein wenig wie der Korpus einer Gitarre.

Nein“, antwortete ich schlicht und drehte dem Skelett wieder den Rücken zu, beobachtete weiter das Geschehen. Mittlerweile war ein dunkelgrauer Leichenwagen eingetroffen und zwei Männer hatten meine... Überreste eingesammelt und in einem weißen Plastiksack verstaut, welchen sie nun mit gleichgültigen Gesichtern auf eine Trage wuchteten, welche sie wiederum ziemlich grob im Laderaum des Leichenwagens verstauten.

Huh“, sagte ich, „Man könnte meinen, sie gingen ein wenig respektvoller mit einem um...“, ich wandte mich nun doch wieder dem Tod zu. „Was geschieht jetzt?“ Statt einer Antwort schnippte der Tod mit den Fingern. Die Unfallstelle verschwand, ebenso das vermummte Skelett. Stattdessen stand ich nun in einer gewaltigen Halle, so groß, dass die Wände irgendwo im Halbdunkel verschwanden und die von mächtigen Säulen getragene Decke nicht mehr zu erkennen war.

Doch das war nicht das außergewöhnlichste, das atemberaubenste an diesem Raum.

Was mich wirklich beeindruckte war die riesige Waage, welche nicht weit von mir auf einem Podest stand.

Na sieh mal an, ein Neuzugang“, sprach eine kalte, gelangweilt klingende Stimme mich an.

8.5.09 17:36
 


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